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Gerichtsurteile
Gerichtsurteile aus dem Bereich der Elektro- und Medientechnik
Gerichtsurteile
aus dem Bereich der Elektro- und Medientechnik
(für
die Richtigkeit wird keine Haftung übernommen!)
Internet-TV
entkräftet Recht auf Satellitenschüssel
Ein
ausländischer Mieter hat keinen Anspruch auf eine
Satellitenschüssel, wenn er die TV-Sender aus seinem Heimatland auch
als Videostream im Internet empfangen kann. Ein Vermieter hatte
erfolgreich auf Entfernung der Schüssel geklagt (AG Frankfurt
a.Main, Az.33 C 3540/07-31).
Arbeitsplatzrechner von der Rundfunkgebühr befreit
Ein
EDV-Fachmann der seinen Internet-fähigen PC ausschließlich am
Arbeitsplatz nutzt, ist von der Rundfunkgebühr befreit. Das VG
Wiesbaden begründete diese Entscheidung damit, dass ein
„vernünftiger Durchschnittsbürger“ seinen Internet-PC nicht zum
Zweck des Rundfunkempfangs erwirbt.
Keine
GEZ-Gebühr für den Besitz eines Computers
Der
Besitz eines Internet-fähigen Computers allein verpflichtet noch
nicht zur Zahlung von Rundfunkgebühren. Ein Student machte
glaubhaft, dass er mit dem Computer kein Radio hört (VG Münster,
Az. 7 K 473/07).
Versandhandel: Nicht "unfrei" zurück geht nicht
Ein Versandhändler hat nicht das Recht, in der Wiederrufsbelehrung oder in den Geschäftsbedingungen festzulegen, dass unfreie Rücksendungen der Kunden nicht angenommen werden. Ein solcher Passus Wettbewerbswidrig, weil er eine unzulassige Einschränkung des gesetzlich garantierten Wiederrufrechts darstellt. Händler können allenfalls Ihre Kunden bitten frankiert zurückzusenden (Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg)
Richtig
reparieren
Setzt
eine nur behelfsmäßig reparierte Waschmaschine bei einem Waschgang
die Wohnung unter Wasser, muss die Versicherung für die Folgen solch
grober Fahrlässigkeit nicht zahlen (OLG Oldenburg, Az. 3 U 6/04).
Keine
Routineprüfung für Elektroleitungen
Vermieter
sind nicht verpflichtet, durch Elektrofachleute regelmäßig
Stromleitungen und elektrische Anlagen „ohne konkreten Anlass oder
Hinweis auf Mängel“ überprüfen zu lassen. Mängel die dem
Vermieter bekannt sind, muss er jedoch unverzüglich beheben (BGH Az.
VIII ZR 321/07)
Keine
Nutzungsgebühr für Händler bei defekten Geräten
Wenn
Händler defekte Geräte zurücknehmen, können sie künftig kein
Entgelt mehr für die Zeit der Nutzung verlangen. Ein Versandhaus
hatte zwar den defekten Backofen zurückgenommen, verlangte jedoch
einen Wertersatz von 70,-€. Dies kollidiert mit dem EU-Recht
befanden die Richter (BGH Az. VIII ZR 200/05)
Verkäufer
muss über Heizkosten aufklären
Beim Austausch einer Nachtspeicherheizung gegen eine
Elektroflachspeicherheizung muss der Verkäufer darauf aufmerksam
machen, dass danach höhere Heizkosten anfallen. Tut er dies nicht,
darf der Käufer später vom Kauf zurücktreten (OLG Koblenz Az. 10U
304/07)
Handyverbot
In Handys integrierte Navigationsgeräte dürfen während der Autofahrt
nicht bedient werden. Beim Handy-Verbot ist nur das Weglegen auf
einen anderen Platz nicht verboten (OLG Köln, Az. 81 Ss Owi 49/08)
Waschmaschine darf mit Regenwasser betrieben werden
Ein Verbraucher kann seine Abwassergebühren reduzieren, indem er seine Waschmaschine mit Regenwasser betreibt. Die Trinkwasserverordnung steht dem in der Regel nicht entgegen. Verbraucher haben Anspruch auf Teilbefreiung von Abwassergebühren, soweit sie Regenwasser im Haushalt nutzen wie z.B. für eine Waschmaschine(BayVGH, Beschluss v. 2.9.09, Az 4B 08.1586)
Kein generelles Recht auf Satellitenfernsehen
Die Herkunft gibt einem Wohnungseigentümer nicht automatisch das Recht, eine Satellitenschüssel ohne Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft anzubringen. Eine deutsche Staatsbürgerin polnischer Herkunft beharrte auf ihre Antenne an der Hausfassade, weil sie nur damit Fernsehen aus ihrer oberschlesischen Heimat empfangen könne. Die Richter gestanden ihr das Recht zu, verlangten aber, dass die Eigentümergemeinschaftden Ort der Anbringung mit bestimmen dürfen (BGH-Urteil, Az:VZR 10/09)
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